Tierethik und Naturschutz in der Antike

Plinius' "Naturkunde" als frühes Beispiel für Respekt vor den Mitgeschöpfen und der Natur

Dr.in Sonja Schreiner
Institut für Klassische Philologie, Mittel- & Neulatein
Universität Wien

Donnerstag 12:30 Uni Wien

Als früher Vorläufer von Ökologie und einer ganzheitlichen Sicht auf die Natur, von Respekt für das, was später Evolution genannt wurde, war Plinius bestrebt, die facettenreiche Vielfalt der Schönheiten, die die Natur zu bieten hat, so farbenprächtig zu zeichnen, wie es ihm möglich war und damit seinen Rezipient/innen die Augen zu öffnen für das, worum es eigentlich geht: Menschliche Selbstzentriertheit hat mit dieser Schönheit wenig zu tun; diese Haltung bringt die Welt aus dem Gleichgewicht, sie zerstört die Symmetrie.

Würde der Naturforscher heute leben, wäre er dabei bei den "Fridays for Future" und wahrscheinlich auch bei den "Exstinction Rebels". Greta Thunberg würde er schätzen und verteidigen gegen all die untergriffige Kritik, der sie ausgesetzt ist, und Jane Goodall hätte ihn längst zu einem ihrer Ehrenbotschafter ernannt – bevor es nämlich zu spät ist, denn es gibt keinen Planet B.

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