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Berufsbilder in der Immobilienwirtschaft

Vortragssaal 1

05.03.2022 | 11.20 Uhr
MMag. Anton Holzapfel 
Manuel Plachner, MSc MRICS (Makler)
Barbara Bittermann, MA (Verwalter)
DI Thomas Raith, MA (Bauträger)
ÖVI Immobilienakademie Betriebs-GmbH

Der Sammelbegriff "Immobilientreuhänder*in" umfasst die drei reglementierten Gewerbe „Immobilienmakler*in“, „Immobilienverwalter*in“ und „Bauträger*in“. Um diese Berufe ausüben zu dürfen, ist eine fachliche Ausbildung und/oder ein Befähigungsnachweis erforderlich.

Immobilienmakler*in
Die Aufgabe von Immobilienmakler*innen besteht in der Zusammenführung von Angebot und Nachfrage. In Österreich sind Makler*innen in einer Doppelfunktion tätig. Beratung und Betreuung ist auf beiden Seiten eines Vermittlungsgeschäfts möglich, inkl. jeweiliger Honorarvereinbarung. Es bedarf einer umfassenden beruflichen Ausbildung in verschiedensten Bereichen wie z.B. Zivilrecht, Grundbuchsrecht, Wohnrecht oder Baurecht. Technische Kenntnisse sind genauso gefragt wie steuerliches Know-how. Und – ein Kommunikationstalent soll er/sie auch noch sein!

Immobilienverwalter*in
Die Hauptaufgabe des Immobilienverwalters bzw. der Immobilienverwalterin ist die bestmögliche Bewirtschaftung des anvertrauten Immobilienvermögens. Ob Wohnungseigentumsanlagen, Bürotürme, Einkaufszentren oder Miethäuser: die Anforderungen an das technische, rechtliche und steuerliche Know-how sind enorm, eine arbeitsteilige Vorgangsweise unerlässlich. So sind die Teams in Hausverwaltungen auch bunt gemischt: von Bautechniker*innen, Buchhalter*innen über Office-Assistent*innen bis hin zu Wohnrechtsexpert*innen. Als Führungskräfte sind Generalisten mit Schwerpunkt in einem Teilbereich gefragt.

Bauträger*in
Bauträger*innen beschäftigen sich mit der organisatorischen und kommerziellen Umsetzung von Bauprojekten. Dies kann auf eigene Rechnung oder aber für eine*n Dritten stattfinden. Je nach konkretem Auftrag sind auch die Grundstücksbeschaffung, die Projektentwicklung und die Baubetreuung umfasst, jedenfalls aber die Verwertung. Der Spezialisierungsgrad ist in diesen Unternehmen am höchsten. Je nach Organisation und Tätigkeitsschwerpunkt des Unternehmens sind Fachleute aus dem Bereich Bautechnik, Architektur, Marketing, Baurecht, Betriebswirtschaft genauso gefragt wie Jurist*innen.

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